Freitag, 25. Mai 2012

Freitags-Füller #13



1. Endlich Urlaub!!! Samstag Nachmittag geht's los!
2.  Keine Socken an meinen Füßen. Endlich ist es dazu warm genug :-) 
3.  Wenn wir bzw. der Lieblingsmann NOCH etwas verliert, dann flipp ich aus!
4.  Hm... Berlin wollte ich immer schon sehen, aber ich habe es noch nicht geschafft.
5.  Egal ob Sonne oder Regen - wir sind sowieso nicht hier :-)
6.  Toast mit Kräuterphiladelphia, leckerer Salami und einem Spiegelei kann ich zur Zeit nicht wiederstehen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Beine hoch und saubere Wohnung genießen , morgen habe ich die Fahrt an den Gardasee geplant und Sonntag möchte ich nur noch Uuuuuurlaub machen!

Mittwoch, 23. Mai 2012

Herr Ober, ein bisschen Entspannung bitte!

Ich gehöre ganz sicher nicht zu den Leuten, die nicht wissen, auf was sie sich einlassen. Und zwar egal um was es geht. Ich bin durchaus in der Lage, mich in etwas hinein zu versetzen oder schlicht und ergreifend vom schlimmsten auszugehen. Und so war es auch mit dem Mama-Sein. Gut, ich bin nicht vom schlimmsten ausgegangen, aber ich möchte schon behaupten dass mir auch vor der Geburt klar war dass das kein Zuckerschlecken wird - wie man so schön sagt. Ich wusste dass schlaflose Nächte auf uns warten, dass man uns mit und ohne Grund anschreien wird. Dass wir vollgepieselt und vollge**** werden. Dass unser Rücken vom Rumtragen wehtun wird. Dass wir über unseren Schatten springen müssen und ein beknacktes Kinderlied nach dem anderen von uns geben werden obwohl wir vorher nur allein beim Staubsaugen oder unter der Dusche gesungen haben. Mir war klar dass ich nur dann essen, duschen, mich anziehen, schlafen, und und und... werde wenn das Baby mich lässt. Das alles und noch viel viel mehr war mir klar. Aber so ein paar Sachen waren mir dann offensichtlich nicht klar genug. Zum Beispiel dachte ich naiverweise dass sich die Lage irgendwann zu entspannen beginnt. Und damit meine ich nicht die Traumvorstellung dass ich im Liegestuhl auf der Terrasse liege, mit einem Latte Macchiato in der Hand, den mir mein Sohn zusammen mit einem Stück Erdbeerkuchen kredenzt hat. Sondern ich meine die Art von Entspannung dass man vielleicht ein bisschen das Gefühl hat, das alles auch nur annähernd im Griff zu haben. 
Ich meine, ich bin den ganzen Tag Zuhause. Und auch wenn ich mich um mein Kind kümmere, so muss es doch eigentlich möglich sein, den Haushalt auf die Reihe zu kriegen und während Schlafenszeiten sogar noch ein bisschen was für mein Wohlbefinden zu tun. Man würde meinen, 24 Stunden reichen aus. Tun sie aber nicht! Zumindest nicht für mich! Nicht wenn ich selbst auf eine vernünftige Anzahl von Schlafstunden kommen möchte. Und weil ich zumindest versuche, dass die Wohnung sich nicht zu einer diesen Messie-Wohnungen entwickelt, die einem in zahlreichen Fernsehshows immer wieder präsentiert werden (Wenn ich Unordnung sehen möchte muss ich nicht den Fernseher anschalten - mal davon abgesehen dass ich dazu weder Zeit noch Muße habe.), bleibe ich ganz einfach auf der Strecke.
Aber das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, oder?
Ich meine... es gibt irgendwo da draußen Mütter, die können während der Kind-Bespaßung noch eine Doktorarbeit schreiben und eine dritte Fremdsprache lernen. Außerdem schaffen sie es, ihr Kind ausschließlich mit selbst genähten Klamotten einzukleiden. 
Da fragt man sich doch was ich falsch mache! Ich würde eigentlich sogar behaupten dass ich gut organisiert bin und alles soweit im Griff habe wie die Unberechenbarkeit eines Babys das eben zulässt. Aber offensichtlich gibt es irgendwo eine Lücke im System, die ich noch nicht gefunden habe.  
Purzel ist mittlerweile faaaast 8 Monate alt. Korrigiert ein bisschen mehr als 6 Monate. Dann nochmal ein bisschen was abziehen wegen der langen Erholungs- und wieder Krankphase... Sagen wir 5 Monate. 
... Puh... naja... gut... wenn man das so liest... schwarz auf weiß... dann ist plötzlich wieder klar, warum er seinen Popo einfach nicht rum kriegt. Und warum der Alltag einfach immernoch so anstrengend ist. 8 Monate hört sich einfach schon so groß an. Hört sich fast schon wie ein Jahr an. Aber ich muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen dass er eben noch nicht so groß ist. Dass er einfach für alles länger braucht. Und dafür macht er eh alles so super!
Hm... ich schätze, ich muss einfach noch weiter geduldig sein. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt... vielleicht entspannt sich die Lage ja doch noch irgendwann ein wenig.
Und an alle fremdsprachenlernenden, biokochenden, putzwahnsinnigen Super-Mamas: ihr könnt mich mal! Solang ich auf die Reihe kriege, mein Kind so lang zu knutschen bis er sich kaputt lacht, ist alles gut. Dann darf ich auch drei Maschinen Wäsche im Verzug sein!

Montag, 21. Mai 2012

Heute in Zusammenfassung #4


|Gesehen| dass gleich in der Nähe eine perfekte Parkbank steht. Ruhig, schattig, mitten im Grünen.
|Gelesen|
Die ersten paar Seiten von "Herr Leben, die Rechnung bitte", dem BdB-Buch 

|Gehört|
Immer noch und immer wieder das Cowboy-Lied im Radio (gnnn)

|Getan| Geschleppt, getröstet, geschuckelt, bespielt, gesungen... 
|Gegessen| Asia-Gemüse und Schokocreme aus dem Glas  
|Getrunken| seit neustem wieder heiße Schoki in der Früh 
|Gedacht|
Dass es echt langsam entspannt werden kann 

|Gefreut|
Dass in vier Tagen Urlaub angesagt ist 
|Gewünscht| Dass in einem Tag Urlaub angesagt ist
|Gekauft| Ein Badeanzug... weil ich von einer Bikinifigur meilenweit entfernt bin 
|Geärgert| Dass ich von einer Bikinifigur meilenweit entfernt bin 
|Geklickt|
Durch die Blogs meines Blogrolls und und und...  

|Gestaunt|
Dass andere so viel mehr auf die Reihe kriegen. 

Samstag, 19. Mai 2012

Was bisher geschah... #1

Die letzten Tage war es hier, abgesehen vom Freitagsfüller und dem Beitrag für Blog Dein Wissen! verhältnismäßig ruhig. Lasst mich also kurz die vergangenen Tage Revue passieren lassen... 


Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch erzählten Szenen eines schlimmen Hollywood Horrorfilms. Der Purzel schrie in der Nacht um sein Leben und wollte sich mit nichts und durch niemand beruhigen lassen. Zwei Stunden lang haben wir uns durch alle Instanzen gearbeitet. Angefangen vom harmlosen Schnuller-rein-Schnuller-raus-Spiel... über eine ausgeklügelte Schuckel-und-Summ-Kombination... scheinbar seinen Höhepunkt findend im großen Bett. Dann aber noch einen draufgesetzt mit einer Mama-sitzt-und-schuckelt-und-heult-selber-Aktion. Und die Erlösung erst in den frühen Morgenstunden in einem Wala Passiflora-Zäpfchen und dem Pucksack gefunden. 
Der Mittwoch startete also mit zugeschwollenen Augen, Müdigkeit, die noch für drei weitere gereicht hätte und einem Purzel, der wieder heiße rote Backen hatte und ständig am Nörgeln war. Meine Nerven war durch. Hätte ich kein Kind, hätte ich mich für mindestens 24 Stunden mit Schokolade, einem Buch und meinem Handy im Bett versteckt. So konnte ich nur einen Kaffee trinken, zwei kalte Löffel auf meine Augen drücken und mich für den Tag wappnen. Und weil die Babymassage für den Nachmittag auf dem Programm stand, hab ich schon schlimmes befürchtet. Erst wollte ich gar nicht hingehen, hab Purzel aber nach dem Mittagessen doch eingetütet weil ich bei der Massage ja noch nicht mal abgesagt habe. Ich hatte aber den festen Entschluss gefasst, die Kursstunde zu verlassen wenn er wieder total abdreht. So kamen wir also beiden total fertig beim Kursraum an und zumindest ich hatte die schlechte Nacht wohl auf der Stirn geschrieben. 
Aber die Kursleiterin ist eine ganz ganz liebe und hat mich erstmal bisschen beruhigt. Ich hätt' auf der Stelle wieder heulen können. 
Aber als wir mit der Massage angefangen haben, war Purzel plötzlich auch ganz entspannt und gut gelaunt. Wir hatten das Glück dass zwei Mamas mit ihren Babys gefehlt haben und die Massagestunde insgesamt sehr ruhig war. Joni ist nämlich ein Solidaritäts-Heuler und weint immer gleich mit wenn bei einem anderen Kind Tränen kullern. Die zwei Stunden waren wie Urlaub für mich und haben mich, glaub ich, wirklich vorm Zusammenbrechen bewahrt. 


Die folgende Nacht war dann zum einen nicht mehr ganz so ein Terror und zum anderen ist der Lieblingsmann aufgestanden um ihn zu wickeln und wieder in den Schlaf zu bringen. 
Donnerstag sind wir zu meiner Familie nach Rosenheim um den Geburtstag von einer meiner Schwestern (seit Mittwoch 17) zu feiern. Und der Vormittag war wirklich vielversprechend. Ich hatte den Plan, mindestens 8 Stück Kuchen zu essen, endlich mal wieder was von meinem Lieblingsmann zu haben und einen schönen Tag zu erleben. 
Aaaaaaber es kommt ja immer anders als man denkt... 
Wahnsinnig gewordene Tanten und Großtanten 138. Grades stürzten wie wild gewordene "Ja-wo-ist-er-denn-Mutationen" auf meinen eh angeschlagenen Purzel zu und haben das letzte bisschen gute Laune davon geschrien. Ergebnis: nichts trinken wollen, nichts essen wollen, nicht schlafen wollen. Aber dafür viel schreien wollen!
Fazit: Flucht!
Erst ist der Lieblingsmann mit einer der Schwestern spazieren gegangen und hat dann einen erneuten Schlafversuch gestartet. Nach erneuter Verwandtschaftsattacke bin ich dann nochmal mit ihm geflüchtet und war sogar gezwungen, ihm seine Obst-Zwieback-Pampe draußen bei Ur-Omas Gartenhäuschen zu geben weil ein ruhiges Füttern in der Nähe der Kaffee-Gesellschaft nicht möglich war! Boah, ich war so sauer! Wie unsensibel kann man denn sein? ... Haben uns dann ins Haus geschlichen und im Kinderzimmer der kleineren Schwester (14) verbarrikadiert. Und obwohl es Purzel den ganzen Tag über auf nur 30 Minuten Schlaf (im Auto auf der Hinfahrt) geschafft hat, war die Stimmung dann in ruhiger Atmosphäre doch sehr gut. 
Als die ganze Sippschaft dann endlich weg war, sind wir nur mit meiner Familie zum Essen gegangen. Das lief ganz gut wenn man davon absieht dass der Lieblingsmann sein Essen nochmal aufwärmen lassen musste weil ein Abendbrei samt Flasche dazwischen kam. 
Aber gerettet haben uns dann letztendlich meine Schwestern, die den Purzel nach dem Essen einfach eingepackt haben, mit ihm schon mal nach Hause spaziert sind und sich mit ihm hingelegt haben. Und dann, endlich endlich endlich, konnte er die Augen zumachen und hat geschlummert bis wir ihn mitten in der Nacht ins Auto verfrachtet haben. 
Die folgende Nacht war natürlich kurz aber okay. Und gestern hat er uns mit überraschend guter Laune für die Anstrengung der letzten Tage entlohnt. 


Mal schauen wie heute wird. Momentan liegt er in seinem Bett und schläft. Auch etwas was die letzte Woche kaum möglich war weil er immer nur bei mir auf dem Arm einschlafen konnte. Ich bin einfach mal zuversichtlich und hoffe dass diese Zahnungswelle überstanden ist. 


Ach ja... ein Zahn ist natürlich immernoch nicht da  ;-(

Blog Dein Wissen! #3 Schlafrituale

Thema der Woche #03 „Babyschlaf im 1. Lebensjahr“ von Mama Miez und NONOMO:
Welche Rituale begleiten Eure Babys im 1. Lebensjahr vor und während des Zubettgehens und wie wirken diese sich aus?


                                                         


Zwei Wochen der Aktion Blog Dein Wissen! Schlafverhalten im 1. Jahr sind schon vorbei und sowohl in Woche 1 mit dem Thema Schlafverhalten als auch in Woche 2 mit dem Thema Schlafstätte konnte ich meinen Senf dazu abgeben. Für dieses Woche gilt es, die Schlafrituale unseres Babys zu beschreiben, was für mich ein wirklich schönes Thema ist. 
Ich steh' ja total auf Rituale. Fester Rhythmus und wiederkehrende Rituale sorgen für Sicherheit, sowohl bei Purzel als auch bei uns. Jeder weiß, was er zu erwarten hat, keiner ist überrascht und fühlt sich überfahren. Unser Alltag hat verhältnismäßig viel Struktur und verläuft flexibel aber doch nach einem gewissen Muster. 
Darum war es mir auch immer sehr wichtig, den Tag mit einem schönen Schlafritual zu beenden damit das Schlafengehen kein negatives Ende des Tages ist und man nochmal intensive Zeit miteinander hat. 


So ein Einschlafritual ergibt sich natürlich erst nach und nach wenn das Baby langsam längere Nacht-Schlafphasen hat. Bei uns war das mit drei/vier Monaten ungefähr. Dann war Purzel soweit dass er nicht mehr 24 Stunden an uns geklebt hat und ein richtiges "ins-Bett-bringen" sinnvoll war. 
Nach der Gute-Nacht-Flasche ging es nach oben an den Wickeltisch, er wurde gewickelt, bekam den Schlafanzug an. Alles schon in einer deutlich ruhigeren Atmosphäre als das tagsüber alles stattfindet. Wir haben ihn ins Bett gelegt, seinen Kuschel-Elefanten dazu gelegt, den er schon seit dem zweiten oder dritten Tag im Krankenhaus hat, noch ein bisschen leise mit ihm gesprochen oder gesungen und ihn dann alleine einschlafen lassen. 
Ein paar Monate später konnte das Abendritual weiter ausgebaut werden und wir haben eine Babymassage eingeführt. Anfangs einfach nach den Angaben, die ich mir ein bisschen ergoogelt habe, aber dennoch immer nach dem gleichen Ablauf damit er sich daran gewöhnen kann. 
Als ich gezeigt hat dass Purzel ein wahrer Massage-Fan ist, habe ich beschlossen, mit ihm einen Babymassagekurs zu besuchen. Dieser findet aktuell noch zweimal statt und ich bin total begeistert davon. Während der bisher drei Massagestunden ist Purzel zwar (weil er das älteste und aktivste Baby ist) sehr unruhig und lässt sich von allem möglichen ablenken. Den anderen Mamas, den Babys, der Musik, der Kursleiterin, den Lampen, dem Spiegel... Das heißt, die Stimmung sinkt immer recht schnell. Zuhause in gewohnter Umgebung, ohne viel Reizüberflutung, genießt er die Massagezeit aber sehr. Selbst wenn er vorher schon knautschig und müde war, wird er nochmal richtig aufmerksam, aber gleichzeitig auch ruhig. Wir schmusen noch miteinander, er darf ein bisschen nackt rumhampeln und dann machen wir ihn langsam bettfertig (Schlafanzug und Schlafsack). 
Seit ein paar Tagen pucken wir Purzel nicht mehr und sind ganz happy, wie gut das Einschlafen jetzt trotzdem klappt. Damit er aber nicht so wild mit seinen Armen zappelt und sich immer wieder den Schnuller aus dem Mund zieht, hat er ein Schmusetuch (eine ganz normale Stoffwindel) in der Hand. 
Wir schalten seine Einschlafmelodie ein (Nummer 5 im Avent Babyphone). Das hat den Vorteil dass die Musik sehr leise ist und nicht nur 45 Sekunden spielt sondern ungefähr 10 Minuten läuft. Sein Kuschel-Eli sagt Gute Nacht, wir sagen ihm dass der Eli auf ihn aufpasst und wir ihn lieb haben und gehen aus dem Zimmer. Im Anschluss müssen wir 2 bis 200 Mal zu ihm rein und ihm seinen Schnuller geben. Aber insgesamt klappt das Einschlafen wirklich super. Meist ist er innerhalb von 10-15 Minuten im Lummerland. 


Erst gestern habe ich von meiner Nachbarin gehört dass sie ihren 6 Monate alten Sohn auf dem Arm tragen müssen bis er eingeschlafen ist und ihn dann erst ablegen können. Und wenn ich sowas höre bin ich doppelt froh dass alleine einschlafen bei uns immer super geklappt hat. Ich weiß natürlich nicht ob das damit zusammen hängt dass wir von Beginn an für klare "Schlaf-Regeln" gesorgt haben und Purzel vermittelt haben dass wir damit nicht unsicher sind. Aber ich denke schon dass das nicht geschadet hat.