Freitag, 21. Juni 2013

Wie das so ist. Mit der Arbeit. Mit der Krippe. Und mit mir.

Zur Abwechslung ist das ein Post, über den ich mir den ganzen Tag Gedanken gemacht habe. Ändert aber nichts daran dass ich jetzt einfach mal los schreibe und selbst ein bisschen beobachte, was am Ende dabei raus kommt. 
Es geht um den Hashtag #workingmom. Um die Tatsache, eine Mama zu sein, die arbeiten geht. Eine Frau zu sein, die in Beruf und Familie so handeln sollte dass sie sich jeden Tag im Spiegel betrachten kann. Es geht aber auch um das Gefühl dabei. Das Gefühl das man selber hat. Und um das Gefühl das einem die Gesellschaft gibt. 
Es geht um Wertschätzung. 

Ich muss zugeben dass ich zu dem Thema nicht viel gelesen habe. Weder Blogs, noch offiziellere Quellen. Ich habe mich auch nicht mit anderen Mamas ausgetauscht. Das heißt dass ich zum einen nur meine persönliche Meinung aufschreibe, ich aber auch keine Ahnung habe, wie die repräsentative Meinung über dieses Thema tatsächlich ist. Alles subjektiv. Mein Blog eben.


Wenn es um Kinder und Erziehung geht dann scheiden sich die Geister. Man kann es eigentlich nur falsch machen. Bleibt man Zuhause, ist man ein gluckenhaftes Muttertier. Geht man arbeiten, wird man verbal gesteinigt und als Rabenmutter betitelt. 

Den Ratschlag, sich so zu entscheiden wie es für einen selbst und alle Beteiligten am besten ist, kann man leicht geben, aber das ändert oftmals nichts am Gedankenkarusell. 

Weil ich also täglich - ganz viel bei Twitter - den zwiegespaltenen und oftmals zweifelnden Gefühlen von Mamas begegne, habe ich heute viel hin und her überlegt, ob mich das Wort (und hauptsächlich das damit verbundene Gefühl), eine #workingmom zu sein, stört oder nicht. Dabei wollte ich mir die Frage beantworten, ob ich mich als halbtags arbeitende Mama auf Augenhöhe mit kinderlosen Frauen sehe. Oder mit Männern. Männern mit Kindern und Männern ohne Kinder. Denn darum geht es uns doch immer, oder?

Um Wertschätzung. 
Und es geht darum ob ich meinem Kind gerecht werde und ob ich eine gute Angestellte bin. Es geht darum, auf beiden Seiten alles zu geben und sich dabei selbst nicht zu vergessen. Es geht um die Frage ob man zu egoistisch ist oder ob Überlegungen dieser Art einfach übertrieben und vielleicht nur ein Ausdruck unserer heutigen Zeit sind. 
Das Thema ist wirklich schwierig und kann sehr theoretisch sein. Deshalb macht es wahrscheinlich am meisten Sinn, anhand vom wahren Leben, Licht in die dunkle Theorie zu bringen. 

Joni ist gute 20 Monate alt. 

Seit Februar geht er in die Krippe damit ich 5 Stunden pro Tag arbeiten kann. 
An Wochentagen stehen wir zwischen 6-7 Uhr auf und machen uns um 8 Uhr auf den Weg. 
Um ungefähr 14.30 Uhr hole ich ihn wieder ab und wir verbringen den Tag fast ausschließlich mit Exklusivzeit bis der Lieblingsmann von der Arbeit kommt.

Was sich in den letzten Sätzen sehr pragmatisch anhört, ist in Wirklichkeit so: 

Je nach Wetter fahren wir mit Kinderwagen/U-Bahn eine Station zu Krippe. Bei mir ein gut gelauntes Kind das pausenlos erzählt und singt. Genauso wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind. Während ich ihm in der Krippe an der Garderobe die Schuhe ausziehe winkt er schon seiner Betreuerin zu. Je nach Tagesform ist bei der Übergabe alles drin: von Angela-Merkel-Mundwinkeln mit Tränen bis zu kompletter Mama-Ignoranz und Betreuerinnen-Verliebtheit. Aber ich sag mal so: wenn er sich ohne Ausnahme jeden Tag ohne Tränen von mir trennen würde, wäre auch was falsch gelaufen, oder?
Wir tauschen die wichtigsten Infos aus (ob er eingecremt ist, gut geschlafen hat oder sonst irgendwas besonders ist) und ich verabschiede mich kurz und knackig. 
Ich bin noch nicht mal bei der Tür raus, da richte ich den Fokus schon auf die kommenden paar Stunden. Auf mich. Und auf die Arbeit. Auf dem kurzen Arbeitsweg checke ich Mails, lese die Twitter Timeline nach und schreibe dem Lieblingsmann wie unser Morgen und die Übergabe in der Krippe war. 
In der Arbeit bin ich zu 95% einfach nur die Conny, die ihren Job macht. 
Ich habe zwar mein Handy auf dem Tisch liegen um nicht zu verpassen wenn sich mein Kleinkind eine wilde Schlägerei in der Krippe liefern würde oder ihn eine blitzartig ausbrechende Krankheit ausknocken sollte. Aber ich "verschwende" keinen Gedanken daran, ob es ihm gut geht oder ob ich eine gute Mutter bin weil ich den Versand von Werbemitteln für einen Ego-Shooter organisiere statt mit ihm Zuhause zu sein um Sandburgen zu bauen. 

Dass ich keinerlei schlechtes Gewissen habe ist wohl Luxus. 

Denn wie gesagt, ich merke dass viele Mütter sich aufreiben an dem Gedanken, sich aufteilen zu müssen. Vielleicht ist es auch nur eine gehörige Portion Egoismus, die mich so selbstbewusst behaupten lässt dass ich dennoch die beste Mama bin, die mein Sohn haben kann. 
Wenn ich aber mit ein bisschen Abstand erklären sollte, warum ich gern #workingmom bin, dann muss ich zugeben dass es mir die äußeren Umstände sehr erleichtern. 

Obwohl ich die größten Zweifel hatte, habe ich einen Arbeitgeber, der nicht (zumindest nicht wenn ich es mitkriege) die Augen rollt weil ich keine Überstunden mehr machen und nicht grenzenlos Aufgaben annehmen kann. Durch tollkühnes Aus-dem-Fenster-lehnen habe ich kaum Gehaltseinbußen im Vergleich zum vorherigen Vollzeitjob-Gehalt. 

Und der absolute Jackpot ist dass mein Arbeitgeber die Privatkrippe komplett bezahlt, was in München wirklich einem Lottogewinn gleich kommt. 
Ein ganz großer Punkt ist aber auch dass ich tatsächlich auf Augenhöhe mit dem Lieblingsmann bin. Natürlich versuche ich an den Nachmittagen einiges im Haushalt zu erledigen. Aber nur weil ich schon um 14 Uhr Feierabend habe, bedeutet das noch lange nicht dass ich die einzige bin, die sich um Wäsche und Co. kümmern kann. 
Wenn ich in der Timeline von Männern lese, die den Arsch nicht vom Sofa hochkriegen und sich von ihren Frauen von vorne bis hinten bedienen lassen (obwohl das Baby z.T. wegen Zähnen, Fieber oder einem umgefallenen Sack Reis doppelt Kraft fordert), dann steigt in mir eine unfassbare Wut hoch. Und gleichermaßen eine so große Unverständnis dass Frauen das mit sich machen lassen. Dass sie sich zu Putzfrauen und Kindermädchen degradieren lassen! Wir sind Frauen. Wir sind Mamas. Und wir kümmern uns natürlich um unsere Kinder und alles was damit zusammen hängt. Aber wir sind auch klug und selbstbewusst. Und wir sollten uns nicht kleiner machen als wir sind. 

Aber das Wichtigste bei der Entscheidung, ob es einem dabei gut geht, sich neben der Familie auch um seinen Beruf und sich selbst zu kümmern, ist die Tatsache ob es dem Kind gut geht. 

Jonas ist glücklich in der Krippe. Es ist nicht einfach nur okay. Oder notwendig. Es geht ihm gut. So sehr. Ich hole jeden einzelnen Tag einen glücklichen Jungen ab, der Lieder singt, die er in der Krippe singt. Der gut gegessen hat weil es ihm dort so gut schmeckt. Der ausgeschlafen hat weil er dort sein eigenes Bett hat, sein Kuscheltier dort ist, es feste Rituale gibt. Wie Zuhause. 
Es ist wie Zuhause. Für ihn wie ein zweites Zuhause. 
Das ist wichtig. Und es ist wichtig dass man das erkennt. Und nicht nur akzeptiert, sondern sich darüber freut. Es ist ganz sicher das erste Bisschen Loslassen. 

Was kann ich also abschließend sagen?

Dass ich mich wohl fühle. Dass ich gern eine #workingmom bin. Weil ich von ganzem Herzen Mama bin, weil ich aber auch gern ich bin. Und ich arbeite auch gern. Weil ich gern Bestätigung bekomme - nicht nur fürs Stapelbecher bauen. 
Und ich fühle mich damit wohl weil ich stolz bin. Stolz auf meinen Sohn und darauf wie der Lieblingsmann und ich das alles hinkriegen. 
Das heißt nicht dass es bei uns immer blitzt und keine Krümel rumliegen. 
Und es heißt auch nicht dass ich immer alles auf der Spur hab. 
Natürlich hätte ich gern mehr Zeit für's Nähen und Lesen und Fernsehen und Schlafen und und und. Aber im Großen und Ganzen kriegen wir's sehr gut hin. 
Und darauf kann man stolz sein. Und das dürfen die anderen auch merken. 
Ja, ich bin eine #workingmom (auch wenn das Wort an sich schon einen Tick beknackt ist) und ich find's schön. "Nur" Mama sein würde mich genauso wenig zufrieden stellen wie nur berufstätig zu sein. 

Puh... der erste Blogpost seit April. Also etwas was tatsächlich geschrieben werden musste, oder?  :)





Montag, 8. April 2013

Und jetzt wehren wir uns gegen die Putzfrau!

Seit einem akuten Gefühlsausbruch via Twitter sind ein paar Stunden vergangen und ich sollte mittlerweile wieder in der Lage sein, etwas sachlicher zu berichten wie es seit der Wohnungsübergabe der alten Wohnung am 28. März weiterging. 

Ich hatte ja schon im letzten Post erzählt dass wir absolute Umzugs-Profis sind. Ich bin in meinem Leben schon von da nach dort, dann nach da, dann wegen dings woanders hin, dann von dort weg, da hin, danach wegen diesem und jenen dorthin, da wieder weg, woanders aber hin, dann aufs Schiff, im Anschluss nach München, dann aus der einen Wohnung raus und bei dem Lieblingsmensch ein-, wegen dem Dings nach da in die Katastrophenwohnung und dann (hoffentlich letztendlich) in die Kastanienbaumwohnung diverse Male umgezogen. 
Allein deshalb hab ich Übung im Kisten packen, aussortieren und schnell und zielgerichtet wieder auspacken. Dazu kommt dann ein fast schon pathologischer Drang, alles perfekt zu organisieren. 
Ich plane, schreibe Listen und beschrifte alles haarklein. 
Es ist nicht so dass Freunde und Familie ganz scharf darauf sind, unsere sieben Sachen von A nach B zu schleppen. Aber nach meinen/unseren Umzügen hat sich noch nie einer über schlechte Organisation oder unzumutbare Gegebenheiten beschwert. Ich bilde mir tatsächlich ein, eine Super-Umzieherin zu sein ;)
Genauso perfektionistisch wie unsere Umzüge verlaufen, genauso perfekt werden die alten Wohnungen an den Vermieter übergeben. Ich habe nicht nur einmal gehört dass die Wohnung nach meinen Auszug in besserem Zustand seien als bei meinem Einzug. 
Die Katastrophenwohnung hat uns dies aber ehrlich gesagt ziemlich schwer gemacht. 
Und weil wir schon das Schlimmste ahnten, haben wir vor ungefähr vor einem dreiviertel Jahr - sagen wir mal so - die Nähe zum Mieterverein gesucht.

Als es dann ernst wurde, wir tatsächlich eine neue Wohnung gefunden hatten und wir den Mietvertrag der Katastrophenwohnung kündigen konnten, hat erst alles einen scheinbar positiven Verlauf genommen. Wir konnten uns selber um einen Nachmieter kümmern und so eine Doppelzahlung vermeiden. Diesem konnten wir erfolgreich unsere Einbauküche "andrehen" und diverse Kleinigkeiten übergeben. 

Wir zogen aus. Wir haben gemalert. Wir haben geputzt. 

Die Übergabe, die ich schon anfangs erwähnt hatte, war dann am 28.03.13. 
Die meiste Zeit sogar in Anwesenheit der Nachmieterin. 
Ein Übergabeprotokoll gab es nicht (bzw. nur ein vom Vermieter in Krakelschrift verfasstes ohne Unterschriften). Zusammenfassend ist aber zu sagen: die obere Etage der Maisonnette Wohnung wurde im Einverständnis der Nachmieterin ohne Einwände übernommen. 
Unten sollten kleinere Ausbesserungen der Malerarbeiten vorgenommen werden (weil unserem Maler wohl im letzten Viertel der Arm lahm wurde). 
Weil wir die letzten sind, die sich über so etwas streiten und es eindeutig war dass die Malerarbeiten nicht einwandfrei waren, haben wir uns natürlich damit einverstanden erklärt. 
Der Vermieter wollte sich "darum kümmern", uns Bescheid geben und im Interesse aller Beteiligten die Angelegenheit schnell und kostengünstig über die Bühne bringen. 

Dann war Ostern. 

Am Dienstag nach den Feiertagen erhielt ich einen Anruf vom Vermieter, der überzeugt verkündete dass der Malermeister seines Vertrauens die Katastrophenwohnung (der Vermieter bevorzugt allerdings ein anderes Wort) besichtigt hätte und sie gemeinsam zum Schluss gekommen sind, dass Ausbessern nicht möglich und ein komplettes Weißeln von Nöten wäre. Kostenpunkt: 800 EUR. Freundschaftspreis natürlich. 
An diesem Punkt war klar, so leicht kommen wir aus der Sache nicht raus. 

Also Termin beim Mieterverein angefragt (riesen Dankeschön für den kurzfristigen NotfallNotfall-Termin) und zeitgleich einen befreundeten Maler samt eigener Firma angefragt. 
Nach zwei Tagen ärgern, vielen Diskussionen und tausend Überlegungen wie es denn wäre wenn und was wie wo wenn wir jetzt das und dies... Ihr kennt das... jedenfalls war das rechtlich richtige Fazit vom Mieterverein: Ja, Sie müssen ausbessern. Aber nein, nicht zu diesen Bedingungen. 
Und vor allem: Nein, Sie müssen keinerlei Miete nachzahlen!
Denn diesen Versuch hat der Vermieter natürlich auch gestartet. Fast 10 Tage nachdem wir bereits nicht mehr im Besitz der Wohnungsschlüssel waren, sollten wir wieder ein Viertel der April-Miete überweisen. 

Von ursprünglichen 1000 EUR +/- konnten wir uns also dank guter Rechtsauskunft und eigenem Maler auf 200 EUR runterschrauben. Wir waren wieder happy. 
Die Sache schien endlich auf ein Ende zuzugehen. Doch in Sicherheit wogten wiegten wägten WHAT?! wir uns noch lange nicht. Entspannung ist solange noch nicht in Reichweite wie das Kautionskonto noch nicht freigegeben ist. 

Und wie befürchtet kam es dann auch. 
Die Twitter Timeline durfte in der Soap um die Katastrophenwohnung live dabei sein als wir eine Mail vom alten Vermieter bekamen. Die Nachmieterin die verdammte Scheiße nochmal bei der Übergabe anwesend und total glücklich mit allem war! wäre schockiert über den Zustand der Küche. Wotzefack!
Im oberen Bereich (der - wir erinnern uns - ohne Mängel abgenommen wurde) müsste dringend nachgebessert werden. In der Badewanne wäre das Emaille abgeplatzt (dies haben wir bereits bei unserem Einzug angemerkt und es trotz schriftliches Aufforderung nicht geschafft, ins Übergabeprotokoll von damals zu bekommen) und außerdem müssten Türstöcke, Türen, Fensterrahmen uns so weiter und sofort nochmal gereinigt werden. 
Letzteres hätte er uns aber bereits abgenommen, eine Putzfrau in die Wohnung geschickt und würde die Kosten an uns weitergeben. Wotzewotzewotzefaaack!
Ich bin war... nein BIN auf 180! Nein, ich bin auf 180.000!
Und ich bin total entsetzt wie dreist jemand sein kann. 

Besenrein ist vielleicht ein Begriff mit weiter Definition. Aber wir haben die Katastrophenwohnung mit gutem Gewissen und geputzten Fenstern verlassen. Die Bäder waren so geputzt wie man sie putzt wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen und über die Parkettböden habe ich eine Flasche Politur "gekippt" damit alles spiegelt und glänzt. 
Unser Gewissen war wirklich so rein wie das abgetaute Gefrierfach der Einbauküche. 
Und jetzt, zwei Wochen nach einer Übergabe ohne Protokoll, meldet sich dieses... ach, wie nennen wir ihn denn... hm... vielleicht A******** und stellt irgendwelche abstrusen Forderungen. 

Leider muss ich euch mit einem kleinen Cliffhanger zurück lassen denn die Auflösung des Übergabe-Krimis wird es erst in ein paar Tagen geben. Es gilt nämlich wieder einmal einen Termin bei Mieterverein zu erfragen und abzuwarten was die sagen. 
Aber ich hoffe denke bin mir sicher dass die Hälfte dieser absurden Forderungen völlig aus jeder Rechtslage gerissen sind. Oder? ODER? Das sagt ihr doch auch, oder?!?! Der kann uns doch keine Putzfrau in Rechnung stellen. Für eine bereits übergebene Wohnung. Ohne Protokoll. In Anwesenheit der Nachmieterin, der vor lauter Rührseligkeit über die neue Wohn-Oase fast die Tränen in die Schweinsäuglein schossen... 
Nein, mein gesunder (und ein bisschen verarmter) Menschenverstand will glauben dass wir uns richtig und ordendlich verhalten haben und das am Ende zählt. 

Puh. 

Und die Moral von der Geschicht'... MIETERVEREIN FOR THE WIN!



Samstag, 30. März 2013

Melde mich zurück aus der Kastanienbaumwohnung

Wir sind umgezogen, in Blitzgeschwindigkeit. 

Zwischen dem Zuschlag für die Kastanienbaumwohnung und der letzten Fahrt zur alten Katastrophenwohnung lag genau ein Monat. Ein heftiger Monat für uns alle. Geprägt von diesem mutierten Magen-Darm-Virus, der uns komplett nieder gestreckt hat (und die Eingewöhnungsphase von Joni ins Wanken brachte). Geprägt von diversen Zähnen und schlaflosen Nächten. Und geprägt von einem hartnäckigen Husten, den wir weder mit Hustensaft wegtrinken noch mit Tymian Myrte Balsam wegschmieren konnten (wegbaden ging übrigens auch nicht). Und geprägt von dem Stress und dem Druck, den ein Umzug nun mal mit sich bringt.

Wir hatten große Panik, unsere alte Wohnung nicht loszuwerden und drei Monate doppelt zu zahlen. Da wir bekanntlich mit Münchner Mieten zu tun haben, handelt es sich dabei eben nicht nur um den Gegenwert von drei Paar Wiener mit Senf. Aber der Vermieter war mehr als kooperativ. Er ließ uns selbst die Wohnung inserieren und die Interessenten durch die Bude schleusen. So verloren wir keine Zeit. Und dank geschickten Fotoaufnahmen (wir haben unseren ganzen Schrott für jede Aufnahme jeweils hinter die Kamera geworfen) sah die Wohnung im Internet so aus wie nie zuvor. Ich wär' fast selber nochmal eingezogen ;)
Es lief also alles wie am Schnürchen. Bis uns eine Schraube einen Strich durch die Rechnung machte. Als Organisations-Pedant stand bereits eine Woche vor Umzugstermin auf der Liste, das Kleiderschrank-Monster zu zerlegen. Doch eine völlig zerstörte Schraube konnte nicht von uns gelöst werden. Die gefühlt 10m langen Schiebetüren blieben am Stück, wir allerdings brachen ein klein bisschen zusammen. Aber nur bis wir das Telefon gefunden und die Nummer vom Möbel-Schweden gewählt hatten. Denn schnell stellte sich heraus dass man uns (nach wiederholten und beharrlichen Anrufen) gern loswerden helfen möchte, das zeitlich aber eine etwas größere Herausforderung sei. 
Um es abzukürzen, uns wurde geholfen. Nach drei Tagen Standleitung mit dem Service-Team stand ein junger Mann in der Tür, der mit einer Spezialgerätschaft die Tür demontieren konnte. 

Wir konnten weiter packen und alles vorbereiten. Und fup... war Umzugstag. 
Dieser gestaltete sich mehr als entspannt weil wir Joni bei meinen Eltern und Schwestern ließen, die schon morgens in die alte Wohnung kamen. Wir selbst sind gemütlich in die neue Wohnung gefahren um von dieser überhaupt erstmal die Schlüssel zu bekommen. Während der Wohnungsübergabe haben Freunde und Familie die alte Bude im Laster verladen. Kann ich nur empfehlen - sehr stressfrei für uns :)
11.30 Uhr Ausräumen der alten Wohnung
13.15 Uhr Eintreffen bei der neuen Wohnung
14.10 Uhr war der Laster leer
18.30 Uhr hat mein Papa begonnen, Whiskey Cola zu verteilen 

Am nächsten Tag wurde geputzt, die letzten Kisten ausgeräumt, fertig. 

Wir haben zwar unseren Umzugs-Rekord von vor zwei Jahren (als es in die Katastrophenwohnung ging) nicht unterboten (da waren um 15 Uhr schon alle Schränke wieder eingeräumt), aber dennoch... es lief problemlos. 

Jetzt werden noch Möbel, Vorhänge und Lampen geshoppt und wir sind hier vollends angekommen. 

Schon nach einer kurzen Woche hat sich gezeigt dass der Arbeitsweg so viel entspannter ist. 
Vorher mussten wir schon um 7.10 Uhr aus dem Haus, jetzt erst kurz vor 8 Uhr. 
Nach der Krippe brauchen wir nur maximal 20 Minuten bis wir daheim sind, vorher waren es auch gerne mal 1,5 Stunden weil die MVG sich diverse Gadgets hat einfallen lassen um ihre Kunden zu malrätieren. 

Ich kann also zusammenfassen: ich bin happy. Wir sind happy. Wir sind daheim. So richtig. 

Dienstag, 19. März 2013

Ich möchte...


... tippen, möchte bloggen, möchte schlafen. 
Aber ich kann nicht. 
Ich ziehe um. 

Die Tage in der undichten Scheißdreckswohnung sind gezählt und ich komme sehr sicher erst wieder zum Bloggen wenn mich das Leben nicht wie beim AutoScooter von links nach rechts schleudert. 
Dass ich jetzt in diesem Moment vor dem Rechner sitze ist eigentlich mehr so ein Missverständnis  ;)

Ihr hört bald wieder mehr von mir. 
Dann wird sich hier wieder über alles mögliche ausgelassen. 

Ich sag also einfach mal "bis in 3 Millionen Kisten" :)

Dienstag, 19. Februar 2013

ausgeknockt (numero due)

Nach der Augenattacke habe ich mir noch nichts gedacht. Ich hab's unter Pech abgelegt. Aber die Tatsache dass uns ein mutierter Magen-Darm-Virus heimgesucht hat, lässt mich überlegen, ob das Karma vielleicht keine Geduld hat, mich erst im nächsten Leben zu bestrafen, sondern die Gunst der Stunde nutzt und schon jetzt alle Register zieht. 

Eigentlich wollte ich einen Post schreiben, der davon handelt dass Jonas eine tolle und behutsame Eingewöhnung in der Krippe erfährt. Aber eine überdurchschnittlich hohe Menge an vollen Windeln bindet uns an die eigenen vier Wände. 

Vergangenes (und damit meine ich nicht mehr vergangenes, sondern das noch mehr vergangenere) Wochenende schlief Joni einfach so am Nachmittag in der Wohnzimmer-Kuschelecke neben der Kugelbahn ein. Ich fand's noch lustig, twitterte darüber und schickte dem Mann ein Bild in die Arbeit. Am Montag vor einer Woche begann der Mutanten-Virus dann langsam und hinterhältig, es sich bei uns schön zu machen. 
Mittwoch war dann nicht mehr daran zu denken, in die Krippe zu fahren. 
Ich war arbeiten und der Mann wechselte Zuhause im 20-Minuten-Takt Windeln.
Diese Heldentat führte unumgänglich zu einer Ansteckung. 
Der aktuelle Stand war also: zwei von drei Personen krank. 

Bis Freitag Mittag hat sich die Situation so zugespitzt dass Joni innerhalb von wenigen Minuten einen vollgedingsten Wäscheberg fabriziert hat und die halbe Wohnung vollgedingst war. 
Er hatte seit vielen Stunden keinen einzigen Schluck Wasser mehr getrunken, nichts mehr gegessen und hatte Fieber. Der Kinderarzt wollte kein Risiko eingehen und schickte uns zur Kontrolle ins Klinikum damit er nicht dehydrierte. 
Ein Freund, der mich drei Wochen zuvor deutlich wissen ließ dass ich nie mehr im Leben halbblind mit der U-Bahn in die Augenklinik fahren darf und ihn jederzeit anrufen soll, kam vorbei, packte mich und Joni-Spuckoni ein und fuhr uns ins Krankenhaus. 
Diesen Freundschaftsdienst bezahlte er mit... na, raten Sie... einer Ansteckung.

Alle Zeichen standen für einen kurzen stationären Aufenthalt, aber (um es mit Worten der Branche zu sagen aus der ich eigentlich komme) das Krankenhaus war fully booked bzw.  überbucht. Man hat uns (und ich kenn mich da aus weil ich selbst schon Gäste mit einem Lächeln vor die Tür gesetzt habe) schlicht und ergreifend ausquartiert. Mit ein paar Beutelchen Elektrolyt-Zeug sind wir wieder nach Hause. Den Erdbeergeschmack von demselbigen fand Joni überzeugend und hat seinen Flüssigkeitshaushalt wieder auf ein überlebenssicherndes Level gehoben.
 
Alle außer Lebensgefahr, dann kann Mama ja jetzt krank werden.
Samstag früh war mir übel und man musste nicht lange überlegen um zu wissen, was mich erwarten würde. Wenig später saßlag (das ist eine schmerzhafte Form von weder sitzen noch liegen können) ich auf der Couch und hatte einen Eimer umarmt, den ich eigentlich gekauft hatte weil wir die Absicht hatten, eine Putzperle zu finden. 

Sollte ich jemals eine Perle bekommen... sie bekommt einen neuen Eimer. 

Diese Geschichte kann wie die Augen-Geschichte abgekürzt werden. 
Am Ende wurde alles gut. Wie so oft. Aber der Weg dahin war mit vielen vielen Windeln gepflastert. 
Und der Mutanten-Virus hat uns vom Eingewöhnen abgehalten. 

Unsere ursprünglich zen-gleiche Einstellung was die Eingewöhnungszeit angeht, ist verschwunden. Wir sind nicht komplett panisch, können aber nicht abstreiten, unruhig zu werden. 
Der Februar ist sowieso schon mal ein eher ungünstiger Eingewöhnungsmonat weil er kalenderbedingt verhältnismäßig wenig Tage hat. Wenn davon nun auch noch 5 Tage das Klo hinunter gespült werden, dann wird's etwas knapp. 
Wir haben noch die erste März-Woche als Puffer, die der Lieblingsmann schon vorsorglich als Urlaub eingereicht hat. Aber dann wird es Zeit, kreativ zu werden. Außerdem hat sich herausgestellt dass unser Kind nicht gerade der unkomplizierteste Eingewöhnungskandidat ist. Aber das war irgendwie keine Überraschung. 

So bleibt nur zu hoffen dass wir von weiteren Infekten, Viren und Bazillen verschont bleiben. Denn so traurig das alles ist... sofort kriechen diese fiesen kleinen Existenzängste in mir hoch. Keine Eingewöhnung - keine Krippe. Keine Krippe - keine Arbeit. Keine Arbeit - großes Problem. 






ausgeknockt (numero uno)

Wer mich (@conconconny) in seiner Twitter Timeline hat, der hat vor knapp drei Wochen schon mitbekommen dass mein Sohn mich eines Mittagessens attackiert hat. Er hat mir seinen kleinen, spitzen Angreifer-Finger direkt ins Auge gestochen und mich so von einer Sekunde auf die andere außer Gefecht gesetzt. 
Ich musste schmerzlich lernen dass man ohne Kind weitaus komfortabler krank sein konnte als mit. Einfach Augen zu und auf die Couch war also nicht möglich. Ich heulte eine Stunde blind in der Wohnung rum, brachte Joni irgendwie ins Bett und hoffte auf Besserung. Also diese sich nicht einstellte, googelte ich (ja, man googelt natürlich mit dem verbleibenden 5% Augenlicht sein bevorstehendes Schicksal!) was nun zu tun wäre. 
Ich las von verletzter Hornhaut und damit verbundenen Ekeligkeiten und musste mir eingestehen dass ich das Auge wohl einem Arzt zeigen musste. 
Natürlich waren zwei von zwei Augenärzte im Ort nicht anzutreffen. Der eine machte am Monatsende bereits seine Abrechnung, der andere nutzte den Tag um sich fortzubilden. 

Da fasste ich den tollkühnen Entschluss, mir einfach in der Apotheke wundermittelmäßig-tolle Augentropfen zu holen, diese direkt auf der Straße ins Auge zu kippen, natürlich sofort Linderung zu erfahren und somit alle notwendigen Erledigungen hinter mich bringen zu können. 
Gesagt, getan. 
Allerdings bin ich nicht McGyver und habe wohl doch keine Superkräfte. Denn es kam anders als geplant: man wollte mir keine Augentropfen geben weil wohl jeder schon  mal ergoogelt hat was mit einem Auge nach so einer Pieks-Attacke passieren kann. Und so stand ich mit Kind, Kinderwagen, einer Tüte voll Leergut und einem monströsen Paket Unterwäsche (das zurück zum Hermes-Shop sollte) auf der Straße und krümmte mich vor Schmerzen weil ich nun keines meiner zwei Augen mehr aufmachen konnte. 
Da sah dann sogar ich ein dass ich ein wenig überfordert mit der Situation war. 

Also wieder heim mit Kind, Kinderwagen, Leergut und Monsterpaket und den Mann aus der Arbeit gesprengt. Wie gesagt, alleine war Kranksein noch bequemer. 
Um die Geschichte ein wenig abzukürzen... 
Der Mann kümmerte sich um unseren Sohn, dem ich seit Stunden nichts zu essen gemacht habe weil ich nicht in der Lage war, die Küchentür zu orten. Und ich fuhr kamikazemäßig mit der U-Bahn zur Augenklinik. Dort hat mir eine weiße Lichtgestalt (in Wahrheit war das ein freundlicher Arzt, der erkannt hat dass ich ihn nicht mehr sehe) den Weg zur Ambulanz gezeigt, wo man mir nach kurzer Wartezeit mitteilte dass die gute Nachricht sei dass man nicht nähen müsste (WTF?!?!), die schlechte aber sei dass man nichts gegen die Schmerzen tun könne (WTFWTF?!?!).
Also mit Augenverband und Schmerzen from hell wieder heim und ins Bett. 
Ich sage nur: nicht schön. Wirklich nicht schön. 

Vor allem weil die kleine Vernarbung, die sich dadurch auf der Hornhaut gebildet hat, immer wieder mal weh tut und am Augenlid reibt. Mein Vater (dem an einem besonders wilden Silvesterabend mal ein Sektkorken ins Auge geflogen ist) hat mir bereits die Hoffnung genommen, dass dies wieder vergeht. 

Aber wenn ich etwas gelernt habe, dann nicht nur dass man früher komfortabler krank war, sondern dass die Liebe zum Kind tatsächlich bedingungslos ist  :)

Sonntag, 17. Februar 2013

1 Jahr, 4 Monate, 2 Wochen und 1 Tag


Zwei Posts (und noch 30 andere) möchte ich dringend schreiben. Einen über die Krippeneingewöhnung, in der wir gerade stecken. Und einen über meinen Joni. Natürlich habe ich wieder nicht geschafft, jeden Monat einen kleinen Bericht zu schreiben um seinen aktuellen Stand festzuhalten. Aber jetzt ist es einfach so dass ich muss! Es wäre zu schade wenn wir und er später nicht wüssten, was er in diesem großartigen Kleinkindalter alles konnte und mochte!

Jonas...

... kann (von weniger werdenden Unfällen abgesehen) sicher an Couch, Schränken, Stühlen und und und entlang gehen. Doch der Mut fehlt, auch nur kurz los zu lassen und zu sehen was passiert. Vom freien Stehen oder gar Gehen sind wir also noch (ich schätze mal anhand der bisherigen Entwicklung) gute 3 Monate entfernt.
Da sagen ein paar von euch (wie meine Eltern und die Schwiegereltern und die vielen wildfremden Leute in der U-Bahn und beim Bäcker) bestimmt: "Ach, wirst sehen, das geht jetzt ganz schnell!" Und ich werde tief durchatmen und einfach nichts sagen. Schreiben will ich aber dazu nochmal was. Denn wie man sieht, als Frühchen auf die Welt zu kommen, 6 Wochen vor dem Termin auf die Welt geschickt zu werden und noch am ersten Tag operiert zu werden... das vergisst der Kopf nicht so schnell und das vergisst auch der Körper nicht so schnell.
Joni ist ein Frühchen... immernoch. Aber das ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil. Das schenkt ihm die Zeit, in Ruhe laufen zu lernen.

... kann seit ungefähr vier Wochen krabbeln. Bis dahin ist er in Blitzgeschwindigkeit gerobbt.

... hat mittlerweile 10 Zähne, davon bereits zwei Backenzähne.
Um jeden einzelnen Zahn, der sich ans Licht gekämpft hat, sind wir happy. Denn diese Zahnerei ist hier wirklich eine nervenaufreibende Sache, für alle Beteiligten. Und leider habe ich in unserer schon einige Monate andauernder Zahn-Erfahrung noch nichts gefunden was es ihm erleichtert. Ich habe das Gefühl dass ich alles mehr für die Beruhigung meines Gewissens mache.

... isst immer noch voller Leidenschaft alles. Zahnbedingt läuft es zur Zeit aber oft auf Müsli und Banane hinaus. Außer wir essen etwas was seiner Meinung nach noch besser wäre. Er schreckt nicht mal vor Landjägern und Blutwurst zurück  ;)  Meine Kochkünste sind immernoch im unteren Sektor anzusetzen, weshalb ich ganz glücklich bin dass diesen Part unter der Woche bald die Krippe übernimmt :)

... sagt:
PAPA und meint damit nicht nur seinen Papa, sondern ist auch der Meinung dass er selbst so heißt.
MAMA (aber bei weitem nicht so oft wie PAPA)
JA oft begleitet mit wildem Kopfnicken
NA was die bayerische Version von 'nein' ist und ebenfalls oft mit der entsprechenden Kopfbewegung unterstützt wird
HÜA wenn er damit sein Schaukelpferd anfeuern will  :)
I A zum Esel
RRRRRR zum Wecker, aber auch wenn es kalt ist
MMMA zur Oma
BRUMBRUM seit neustem wenn er mit einem Auto oder Zug oder oder oder spielt

... zeigt Ohren, Nase und Haare auf Anfrage.
Nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei uns. Bei einer dieser Aktionen hat er mir im wahrsten Sinne das Auge ausgestochen bzw. angestochen und ich musste halb blind und mit Schmerzen aus der Hölle in die Augenklinik. So ein Auge hat aber (vorausgesetzt der Mini-Finger bohrt nicht supertief *örks*) die Eigenschaft, in Windeseile zu heilen. Ging also nochmal gut.

... zeigt das Zeichen für Licht.

... verteilt Bussis wenn man ihn lieb fragt und er in der Stimmung ist  :)

... winkt

... findet seine Füße ultra-witzig.

... schläft wie eigentlich schon seit einigen Monaten von ca. 18.30/19.00 Uhr bis 6 Uhr.
Dann trinkt er eine Frühstücksflasche, kuschelt noch bei uns im Bett und frühstückt nach dem Anziehen nochmal Brot oder Müsli.

... ist seit 11 Tagen Krippenkind. Und das ist eigentlich das allerkrasseste!
Noch gar nicht lange her als er noch ein klitzekleines Baby war. Und jetzt ist er Krippenkind. Dazu gibt es natürlich ganz ganz viel zu erzählen. Zum einen dass er natürlich noch Teilzeit-Krippenkind ist weil wir ganz entspannt und ohne Stress eingewöhnen. Und zum anderen dass es eigentlich der beste Grund ist, die Partyhüte aufzusetzen wenn man einen Betreuungsplatz ergattert hat. Denn von den 34 Anmeldungen (wobei man ja eigentlich Bewerbungen sagen muss) war dies (und ein einziger anderer, ganz ungünstig gelegener) der einzige Platz, den man uns anbieten konnte.

... ist gesundheitlich eigentlich vollständig beschwerdefrei was die Ösophagusatresie und deren Nebenerscheinungen angeht. Die Speiseröhre weist keine Verengung auf, er kann alles ohne Probleme essen. Lediglich die Tracheomalazie (also die instabile Luftröhre) hat sich in den letzten Monaten nicht weiter verbessert. Er hört sich also immernoch oft erkältet an obwohl er kerngesund ist. Bringt einem als Mama regelmäßig böse Blicke oder Kommentare von wildfremden Leuten ein.
Am schlimmsten war seit langem mal wieder der Weg in die Krippe am Freitag Morgen. Da die Stimmung nicht besonders gut war und Jonas kurz vorm Umsteigen richtig zu weinen anfing, durfte ich mir von Leuten alles anhören von "Der ist aber arg erkältet!" "Ganz verschleimt ist er, der Kleine." "Tja, da müsste man halt mal Globuli geben."
Der Höhepunkt war dann: "Der hat doch Schmerzen!"
Dann durften wir Gott sei Dank umsteigen und andere Menschen mit einer imaginären Erkältung schockieren, die die böse Mutter einfach nicht kurieren möchte. Puh...

... hat eine leichte Hornhautkrümmung, die aber glücklicherweise nicht behandelt werden muss. Wenigstens ein Krug, der an uns vorüber gegangen ist.

... ist kitzelig.

... hat einen Papa und eine Mama, die jeden Tag ein bisschen mehr in ihn verliebt sind. 




Dienstag, 1. Januar 2013

Die nächsten 10 Jahre gibt's Fotobücher, basta!

Wenn ich anfange, mir über die Weihnachtsgeschenke Gedanken zu machen, dann startet das eigentlich immer mit großer Ratlosigkeit. Denn wenn wir ehrlich sind, haben wir doch alles was wir uns wünschen. Und das gilt auch für die Menschen um mich rum. Die kleinen (oder auch größeren) Wünsche, dir wir dann doch dann und wann haben, erfüllen wir uns entweder selbst oder es sind Wünsche, die fast schon in der Absolut-unnötig-aber-sooo-schön-halt-Ecke stehen. 
Aber Fotos, Fotos gehen immer. Besonders jetzt mit Kind. Omas, Ur-Omas und Tanten sind dankbare Abnehmer für allerlei Fotogeschenke. Und auch wir haben das Fotobuch wieder ein bisschen mehr für uns entdeckt. Denn wir können zwar dank Digital-Fotografie drölfzigtausend Fotos machen, aber die vergammeln dann ungesehen und ungeliebt auf dem Rechner oder den Festplatten dieser Erde. 
So ein Buch nimmt man einfach öfter in die Hand.

Deshalb war der Gedanke, meinem Lieblingsmann auch ein Fotobuch zu gestalten, naheliegend. Der Inhalt sollten einfach unsere bisher gemeinsamen Jahre sein. Angefangen mit einem London-Trip 2007, endend mit viel viel Purzel. Dazwischen waren Urlaube in Rom, Hamburg, New York, Thailand und dem Gardasee. Ich habe Weihnachtsbäume und Konzerte fotografisch festgehalten und hin und wieder Songtexte eingebaut. Es sollte ein schönes Fotobuch über unsere Zeit werden, aber insgesamt nicht zu kitschig sein. Wir sind beide nicht die Herzen-Plüsch-Typen. 

Weil ich meinen Schwestern bereits Fotobücher über unsere Paris-Reise im April gestaltet habe, habe ich mich für die Lieblingsmann-Aktion wieder für www.cewe-fotobuch.de entschieden. Die Auswahl der Bücher ist zwar etwas übersichtlich (so kann man beispielsweise keine unterschiedlichen Einbände wählen oder bestimmtes Papier auswählen) aber das Programm war bereits installiert und war beim letzten Mal schon zuverlässig. Was ich nämlich überhaupt nicht ab kann, ist, wenn das Programm dann permanent abstürzt, Trillionen Jahre braucht um zu speichern oder zu laden oder die Gestaltungsmöglichkeiten einfach sehr beschränkt sind. 

Ich zeig euch einfach ein paar Fotos vom fertigen Buch. Dann kann man sich wahrscheinlich am besten einen Eindruck machen. Und auch wenn Weihnachten gerade rum ist, die nächste Geschenke-Möglichkeit kommt bestimmt. Ostern, Muttertag, Valentinstag, Vatertag, Geburtstage... oder einfach so. Es vergeht doch kaum ein Monat, in dem man nicht verzweifelt auf der Suche nach einer Geschenk-Idee ist. 
Ich sag: FOTOBUCH! 
Und ihr alle so: Yeah!   :)





Samstag, 29. Dezember 2012

Freitags-Füller #28


1. Weihnachten war erst sehr entspannt, dann entspannt und anstrengend. Und auf dem letzten Meter dann nur noch anstrengend. Es bleibt die Erkenntnis, für nächstes Jahr noch mehr Tempo rauszunehmen damit Purzel nicht abdreht.
2.  Was täte ich für eine Woche Entspannung.
3.  Dieses Jahr muss ich noch nähen, mir die neue Ovi anschauen (wenn denn das Garn noch dieses Jahr geliefert wird), mir Gedanken über die DIY-Projekte 2013 machen und das ganz normale Leben bestreiten.
4.  Diese Ballerei schon Tage vor Silvester regt mich auf.
5.  Mit einem leisen Plopp verabschieden wir uns aus 2012. Das Jahr klingt hier ganz unspektakulär aus.
6.  Lachen und reden. Und schon hat man einen schönen Abend. 

Eule vs. Beule

Hier wird ja seit ein paar Wochen rumgestanden. Und dabei auch schon mal ganz wild mit dem Kopf gewackelt. Besonders wenn Musik nach Purzels Geschmack im Radio läuft. Und da geht auch schon mal die Konzentration flöten, was dann diverse Umfall-Unfälle zur Folge hat. Es kam also ganz schnell dass sich das ein oder andere Kühlpad in unserem Kühlschrank verirrt hat. Aber so ein kaltes, glitschiges Kühlding kommt nicht halb so gut an wie eine verrückte Kühlschrank-Eule.
Darum hat Purzel jetzt eine kleine Eule im Kühlschrank sitzen, die nur darauf wartet, beim nächsten Kühl-Einsatz rausgeholt zu werden.


Das Design habe ich beim lieben april-kind auf dem Blog gefunden.


Und weil eine Eule bekanntlich keine Eule ist, haben ein paar davon auch den Weg in den Shop gefunden.

Freitag, 21. Dezember 2012

Ich schaue zurück auf 2012

Eigentlich wollte ich einen anderen Post schreiben. Aber ich entdeckte einen Post unter den Entwürfen... diesen hier. Den Rückblick, dessen Fragen ich schon vor Monaten gespeichert hatte, um sie dann, wenn es soweit ist, griffbereit zu haben. 
Ich würde sagen... heute, der Tag an dem die Erde untergehen soll (höhö)... ist genau der richtige Tag, um das Jahr Revue passieren zu lassen.


1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Eine 9. 
Und sie ist nur deshalb keine 10 weil dazu ein 6 Monate langer Malediven-Urlaub notwendig gewesen wäre!
Natürlich war das Jahr anstrengend. Ich habe viel getragen, viel gesungen, viel gefüttert, viel viel viel von allem. Aber Zwanzigzwölf war das weltbewegendste Jahr für meinen Sohn. Und deshalb auch für mich. 

2. Zugenommen oder abgenommen?
Ab. 
Aktuell wiege ich ein Kilo weniger als zu Schwangerschaftsbeginn im Februar 2011.

3. Haare länger oder kürzer? 
Erst kürzer, dann länger, aber lieber wäre mir wieder kürzer. 

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Meine Brille habe ich im ganzen Jahr wahrscheinlich nicht mehr als 10x aufgesetzt. Die braucht man nämlich nicht wenn man hauptberuflich Anne Kaffeekanne singt!

5. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger.
Erst Elterngeld, dann gar nichts mehr. 
Mich wundert eigentlich, wie gut das klappt. Ich dachte, es wirft uns in eine finanzielle Katastrophenlage, nur ein Gehalt zu haben. Aber die Ausgaben konzentrieren sich tatsächlich hauptsächlich nur auf Purzel. 

6. Besseren Job oder schlechteren?

2012 war ich von wenigen Ausnahmen mal abgesehen, ausschließlich Mama. 
Ist das ein besserer Job, ein schlechterer Job, ist es überhaupt ein Job?
Keine Ahnung, ich bin einfach Mama. Und ich mag das. Aber ich bin auch gespannt auf Zwanzigdreizehn, wenn der Job "Mama mit Teilzeit-Job" heißt.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. 
Bringt die Tatsache mit sich, auch weniger Geld zur Verfügung gehabt zu haben, gell ;)

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Oooooh, einen Gutschein von Kukuwaja hab ich gewonnen. 
Und ein Pabobo-Nachtlicht. Reicht, oder?  :)

9. Mehr bewegt oder weniger?

Ich krieche viel auf dem Boden rum. Auf den Knien. Und ich werde bekraxelt. 
Aber ich befürchte, das läuft nicht unter Bewegung  :(
Aber ich gehe Spazieren. Fast jeden Tag. Das ist deutlich mehr Bewegung als zu kinderlosen Arbeitszeiten (wenn auch kein wirklicher Sport).

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Hm... ich glaube, nicht krank... das ganze Jahr. 
Oder doch?
Keine Ahnung, ich kann sagen dass Joni zwei Erkältungen hatte. Aber ich? ...
Momentan schreit mein Rücken aber ganz laut und aufdringlich um Hilfe. 

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

War ja nichts Schlimmes! Das muss man sich echt mal vor Augen halten! Gut, oder?

12. Der hirnrissigste Plan?

Mit dem Bus zu Ikea, an einem Advents-Samstag in die Stadt, 7 Sorten Plätzchen backen zu wollen (geschafft: Null), ... soll ich weiter aufzählen?   :)

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Nach einer Gehaltserhöhung fragen  ;)

14. Die teuerste Anschaffung?

Hm... nichts Riesiges dabei. Evtl. noch der Pfingsturlaub. Aber eigentlich...

15. Das leckerste Essen?
Ui, ich esse ja so viel und so viel Gutes... da kann ich mich im Leben nicht entscheiden. 

16. Das beeindruckendste Buch?

Ich habe in den letzten Wochen drei Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und bin davon ziemlich begeistert. Ansonsten fand ich Herr aller Dinge von Andreas Eschbach sehr gut. 

17. Der ergreifendste Film?

Ziemlich beste Freunde, den wir sogar erst vor einer Woche ungefähr Zuhause angesehen haben.

18. Die beste CD?

Keine neuen Anschaffungen. Ich warte seit zwei Jahren auf das neue Album von Paolo Nutini und überbrücke die Zeit mit Der Traumzauberbaum. Mehr muss ich nicht sagen, oder?

19. Das schönste Konzert?

Kein Konzert, dieses Jahr  :(

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Joni.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Joni und meinem Lieblingsmann!

22. Zum ersten Mal getan?

Das mit dem Kind. Alles.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Gehäkelt. Und jetzt bin ich infiziert vom Häkel-Virus :)

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Enttäuschende Freundschaften. 

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Ich glaube nicht dass ich jemanden von irgendwas wirklich dringend überzeugen wollte. Ich war dieses Jahr ziemlich in meinem eigenen Universum unterwegs. Außerdem gab es in meinem Umfeld niemanden, der eine Überzeugung "nötig gehabt hätte". 

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Weihnachten kommt doch erst noch!  ;)

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Eine Kette vom Lieblingsmann zu meinem ersten Muttertag :)

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Dodl dodl dodl, da daaaadaa, bababaaa, dedoo dedooo.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich liebe dich. 
Zu Joni. Und zum Lieblingsmann. 

30. Dein Wort des Jahres?

Twitter

31. Dein Unwort des Jahres?

Herd-Prämie

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?

Da lohnt sich ein Blick in meinen Blogroll :)

Freitag, 14. Dezember 2012

Freitags-Füller #27


1. Weihnachtsgeschenke sind mehr oder weniger abgehakt und eingetütet. Nur noch Mittwoch müssen wir auf dem Rosenheimer Christkindlmarkt (warum sagt ihr denn immer Weeeeihnaaachtsmaaarrrrkt?!?!?) eine Beute machen und einpackeln.
2.  Ich hasse es wenn die Wohnung kalt ist am frühen Morgen.
3.  Es war einmal eine hobbysüchtige *hust*unddreißigjährige Frau, die sich am liebsten nur Stoff und Knöpfe und Schrägband und Masking Tape und und und und wünschen würde...
4.  Da ist dann endlich Schnee in ausreichender Schlittenmenge, am Ende der Straße.
5.  Der Weg führte uns heute das letzte Mal vor einer dreiwöchigen Physio-Pause nach Sendling und wieder zurück.
6.  Love Actually ist mein Lieblings-Weihnachtsfilm. Oder das Wunder von Manhatten. 
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Grey's Doppelfolge und das Finale von The Voice (wobei ich noch schauen muss wie ich das organisatorisch hinkrieg), morgen habe ich nichts geplant weil der Lieblingsmann den ganzen Tag arbeiten muss und Sonntag möchte ich den Christkindlmarkt (jaaaa, CHRISTKINDLMARKT!!!) am Chinesischen Turm entern!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

12 von 12 im Dezember 12

Wenn ich heute, an diesem denkwürdigen Kalendertag schon nicht heirate, dann muss ich diese einmalige Aneinanderreihung von 12ern doch zumindest nutzen um auch endlich mit 12 von 12 anzufangen. 
Jeder, der sich ein bisschen auf Blogs herum treibt, weiß um was es sich dabei handelt. Eine Erklärung ist also sicherlich nicht notwendig  :)
Ich freue mich also, euch meine 12 von 12 von 12 zu präsentieren...


Den Tag mit Kaffee und Kalorien beginnen.


Heute ging nur Purzel-Arm-Schlaf. 
Ich muss endlich diese Orchideen-Leichen entsorgen!


Nachmittag ist Obstzeit.


Postkarte aus Dubai :)
Aber kein Wichtelpaket :(


Kein besonderer Termin.


Bücherregal im Kinderzimmer eingeräumt. 
Müsste jetzt nur noch an der Wand hängen. 


Mit Purzel am Bein Bad geputzt.


Purzel geputzt.


Selber geduscht und in Couchklamotten geworfen.


Weihnachtsgeschenke zu Ende häkeln.


Und darauf hoffen, einen Feierabend zu haben.